Peak 1972-100 Glasmessschieber 100 mm mit 15-fach-Lupe: Wenn eine geätzte Skala mit 0,1 mm Teilung direkt auf das Werkstück geschoben wird und die Lupe für die Ablesung im Submillimeterbereich darübergleitet

Veröffentlicht am 8. Juli 2026 um 07:27 Uhr

Direkt-­Kontakt-­Messung auf der Arbeitsfläche ist eine der klassischen Metrologie-­Aufgaben, bei denen mechanischer Messschieber oder Mikrometer nicht funktionieren. Der Messschieber verlangt, dass die Schenkel an erhabene Referenz-­Kanten angelegt werden — aber wenn die Messung der Abstand zwischen zwei Punkten ist (zwei Rissen, zwei Markierungen, zwei Schäden), gibt es keine erhabene Fläche, an die man die Schenkel anlegen könnte. Die klassische Lösung: ein transparentes Glas-­Lineal mit geätzter Skala wird direkt auf die Oberfläche gelegt; der Bediener sieht beide Punkte durch das Glas und liest ihre Position auf der Skala ab. Mit einer 15×-Lupe, die über die Skala gleitet, wird eine Genauigkeit im Sub-Millimeter-Bereich leicht ablesbar.

Was ist der Peak 1972-100

Mess-Lineal aus Glas mit Skalenteilung 0,1 mm, inklusive 1 Lupe mit 15-facher Vergrößerung. Länge 100 mm (Peak Lupe 1972-100) ist ein Kombinationsinstrument von Peak Optics, bestehend aus einem Präzisions-Glaslineal und einer 15×-Gleitlupe. Das Instrument:

  • Hat eine nutzbare Messlänge von 100 mm (auch erhältlich in den Varianten 50, 200, 300 mm).
  • Hat eine eingeätzte Skala mit 0,1 mm Gradierung auf klarem Glas.
  • Wird mit einer Standard-Peak-1962-Lupe mit 15-facher Vergrößerung und achromatischer Linse geliefert.
  • Hat eine elegante Transportbox.
  • Wiegt nur 43 g beim 100-mm-Modell — handlich tragbar.
  • Ist kompatibel mit EN-ISO-17025-Kalibrierzertifikat (gegen Aufpreis).

Grundlegende technische Daten:

  • Hersteller: Peak Optics (Japan)
  • Modell: 1972-100 (100-mm-Variante)
  • Messlänge: 100 mm
  • Skalenteilung: 0,1 mm (in Glas geätzt)
  • Lupenvergrößerung: 15×
  • Sichtfeld der Lupe: 15 mm
  • Optik der Lupe: Achromatisch, verzeichnungsfrei
  • Größe (100 mm): 140 × 25 × 3 mm
  • Gewicht (100 mm): 43 g
  • Lieferung: In Transportbox

Peak 1972-100 Glas-Messlineal 100 mm mit 15×-Lupe und 0,1 mm Gradierung

Geätzte Glasskala — wie sie hergestellt wird

Präzisions-Glaslineale werden durch Fotoätzung hergestellt:

  1. Eine klare Borosilikatglas-Platte wird gereinigt und mit Fotolack beschichtet.
  2. Das Skalenmuster wird über eine Maske und UV-Belichtung projiziert.
  3. Nicht belichtete Bereiche werden mit Ätzlösung weggewaschen.
  4. Das Glas wird chemisch dort geätzt, wo sich das Muster befindet — es entstehen 5–10 µm tiefe Rillen.
  5. Die Ätzrillen werden mit schwarzem Pigment gefüllt.
  6. Die Oberfläche wird geschliffen und poliert, um eine ebene Kontaktfläche zu schaffen.

Das Ergebnis: sehr präzise Linienmuster mit einer Linienstärke von 5–10 µm, ein Gradierungsfehler unter 5 µm über die gesamte 100-mm-Spannweite und eine vollkommen plane Glasoberfläche, die direkt auf das Werkstück gelegt werden kann.

Kombination Glaslineal + Lupe — wie sie zusammen verwendet werden

Praktische Messung:

  1. Das Glaslineal so platzieren, dass der Nullpunkt der Skala an einem der beiden Messpunkte auf dem Werkstück liegt.
  2. Prüfen, dass die Skala parallel zur zu messenden Linie liegt (bei Bedarf drehen).
  3. Die Lupe so auf dem Glaslineal platzieren, dass die Fokalebene der Lupe auf Höhe der Skala liegt.
  4. Durch die Lupe schauen und den Skalenwert am zweiten Messpunkt ablesen.
  5. Ganze Millimeter ab Null zählen + zwischen den Gradierungsstrichen für den Sub-mm-Wert interpolieren.

Bei 15-facher Vergrößerung entspricht die 0,1-mm-Gradierung ca. 1,5 mm im Sichtfeld der Lupe — deutlich lesbar, und der Bediener kann auf 0,05 mm oder besser für Zwischenstrich-Werte interpolieren.

Vorteile gegenüber mechanischem Messschieber

Direkter Kontakt mit der Arbeitsfläche: Das Glaslineal liegt flach auf der Oberfläche. Kein Luftspalt, keine Winkelverschiebung.

Keine Schenkel-Geometrie nötig: Funktioniert bei Punkten, Markierungen, Rissen — dort, wo keine Schenkel angesetzt werden können.

Transparente Ablesung: Der Bediener sieht Skala und Werkstück gleichzeitig.

Kurze Messzeit: 5–10 Sekunden pro Messung.

Wiederholbar: Keine Bediener-Kraftvariation, die den Wert beeinflussen könnte.

Leicht zu transportieren: 43 g wiegt weniger als ein Stift. Passt in die Werkzeugtasche.

Achromatische Optik in der 15×-Lupe

Bei 15-facher Vergrößerung wird chromatische Aberration (Farbsaum) mit einfachen Einzellinsen deutlich sichtbar. Eine achromatische Linse korrigiert dies:

  • Zwei verkittete Elemente (Kronglas + Flintglas).
  • Roter und blauer Fokus fallen im selben Punkt zusammen.
  • Die verbleibende Grün-Aberration ist minimal.

Praktische Konsequenz: Die Skalenstriche werden scharf und ohne Farbsaum dargestellt, was ein genaues Ablesen auch bei schlechter Beleuchtung ermöglicht. Verzeichnungsfreiheit bedeutet, dass die Skalenstriche gerade sind — keine gebogenen Linien, die zu Fehlablesungen führen könnten.

Die vier Peak-1972-Varianten

Peak stellt die 1972-Serie in vier Längen her:

  • 1972-50: 50 mm Messlänge, 80×25×3 mm, 31 g.
  • 1972-100: 100 mm, 140×25×3 mm, 43 g.
  • 1972-200: 200 mm, 220×25×3 mm, 62 g.
  • 1972-300: 300 mm, 330×25×3 mm, 70 g.

Die Wahl der richtigen Länge hängt vom Anwendungsfall ab:

  • 50 mm: Leiterplatten-Messung, Mikroelektronik, Uhrmacherwerkstatt.
  • 100 mm: Standard-Werkstatt-QC, das beliebteste Format.
  • 200 mm: Größere Werkstücke, bedrucktes Papier A5, Blechkomponenten.
  • 300 mm: A4-Dokumente, technische Zeichnungen, größere Blechkomponenten.

Wo das Glas-Messlineal mit Lupe einen echten Unterschied macht

Leiterplattenfertigung und -prüfung: Abstand zwischen Bauteilen, Bohrloch-Mitte zu Bohrloch-Mitte, Leiterbahn-Dicke.

Schadensdokumentation: Risse an Glas, Karosserie, Blechkomponenten für Versicherung und QC.

Druck- und Grafikindustrie: Passkreuze, Druckregister, Verifikation technischer Zeichnungen.

Werkzeugverschleiß: Verschleißspuren an Schneidwerkzeugen, Bohrern, Fräsern.

Materialprüfung: Rissanalyse an metallurgischen Proben, Rissmuster an Keramik.

Antiquitäten- und Kunstrestaurierung: Schadensmessung an Gemälden, Banknoten, Briefmarken.

Kriminaltechnische Untersuchungen: Fotobeweis-Messung, Dokumentenanalyse.

Reverse Engineering: Genaue Dimensionsmessung vorhandener Bauteile für CAD.

Kalibrierreferenz: Verifikation von digitalen Messschiebern und anderen Messinstrumenten.

Ausbildung: Metrologie-Kurse, technische Ausbildungsdemonstrationen.

Thermische Stabilität von Glas vs. Stahl

Der thermische Ausdehnungskoeffizient des Glaslineals ist deutlich niedriger als der von Stahl:

  • Borosilikatglas: ~3,3 × 10⁻⁶ /°C.
  • Gewöhnlicher Stahl: ~11,5 × 10⁻⁶ /°C.
  • Edelstahl: ~16 × 10⁻⁶ /°C.

Bei 100 mm und 5 °C Temperaturabweichung:

  • Glas: 100 × 3,3 × 10⁻⁶ × 5 = 1,65 µm.
  • Stahl: 100 × 11,5 × 10⁻⁶ × 5 = 5,75 µm.

Glas ist 3,5-mal thermisch stabiler als Stahl — das bedeutet, das Glaslineal kann in Umgebungen mit größeren Temperaturschwankungen ohne Genauigkeitsverlust eingesetzt werden.

Pflege und Anwendung

  • Reinigung: Mit Isopropylalkohol und fusselfreiem Optiktuch. Niemals ein grobes Tuch (kann Kratzer verursachen).
  • Kontaktfläche: Die GLASSEITE auf das Werkstück legen. Die geätzte Skala sollte auf der abgewandten Seite sein.
  • Fingerabdrücke vermeiden: Nur an den Seitenkanten halten.
  • Schutz vor Stürzen: Glas kann bei Stoßbelastung zerbrechen. Immer in der Transportbox aufbewahren.
  • Feste Arbeitsfläche: Auf sauberem, ebenem Untergrund verwenden, um Glasbruch durch Druck zu vermeiden.

Was Sie für Ihr Geld bekommen

Peak Optics 1972-100 Mess-Lineal aus Glas, 100 mm nutzbare Messlänge, eingeätzte Skala mit 0,1 mm Gradierung, klares Borosilikatglas für Durchlicht-Betrachtung, 15×-Lupe (Standard Peak-1962-Serie) mit achromatischer, verzeichnungsfreier Linse, 15 mm Sichtfeld der Lupe, handliches Gewicht von 43 g, elegante Transportbox, kompatibel mit EN-ISO-17025-Kalibrierzertifikat.

2.972 Kronen ist die Investition in dieses Instrument. Im Vergleich zu einem digitalen Messschieber mit 150 mm (500–1.500 kr, funktioniert jedoch nicht an nicht erhabenen Referenzkanten) ist Glaslineal + Lupe die einzige praktikable Lösung für Punkt-zu-Punkt-Messungen auf ebener Fläche. Im Vergleich zu einem Profilprojektor oder einer optischen Messmaschine (30.000–200.000 kr, stationär) ist der Peak 1972-100 handlich tragbar und passt in die Werkzeugtasche.

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